der erste Monat ist schon vorbei..

Vor einem Monat hatte alles ein Ende, es kommt mir schon ewig weit weg vor. Viel ist passiert, und doch einiges weniger als geplant.
Wegen dem schlechten Wetter war ich nicht lange im Wallis, und auch das Tessin mit seinen tollen Tälern die einladen um stundenlang rumzuwandern hab ich bald wieder verlassen. Betlis ruft, oder besser gesagt die alte Heimat. Post wartet auf mich abgeholt zu werden, und da kann ich ja ein paar Tage anhängen um bei Annemarie im Garten mit anzupacken. Ich rechnete mit zwei, drei Tagen, schlussendlich wurde über eine Woche daraus ;-) Es war schön, wieder eine feste Basis zu haben, beim Rumreisen ist zwar das Nomadenleben sehr spannend, immer wieder neues entdecken, aber das Ankommen darf man nicht unterschätzen, ist für mich wirklich Gold wert. Das Wetter in dieser Woche war zuerst perfekt, ich hab rund ums Haus alles gemäht, musste zum Teil mehrmals mit dem Mäher durch, das Gras war einfach schon zu hoch. Dann galt es die Hecken zu schneiden, Nüsse zu sammeln und Holz für den Winter parat machen. Das Grundstück ist gross, und leider nicht flach, also gabs viel zu laufen und zu klettern. Dann hab ich jeden Abend für Annemarie und mich gekocht, das macht sie für sich viel zu selten, meist gibts Salat oder Birchermüesli, gesund ja, aber was warmes tut doch auch gut.
Es ist schön, dass ich in Glarus so tolle Leute gefunden habe, einige habe ich noch besucht. Und auch wenn ich mich verändern will, mein Leben umkrempeln, ich muss nicht alles hinter mir lassen, ich denke die Freunde dort werden bleiben. Und das tat mir wirklich gut, zu erfahren. Und stärkt mich auch darin, weiter zu machen. Es hält einen doch zurück, wenn man merkt, dass durch Veränderung Freundschaften wegfallen, dass man nicht mehr ins gewohnte Konzept passt ect, dass kann Angst machen und einen daran hindern wirklich seinen eigenen Weg zu gehen. Und wenn dann wirklich ein paar Freunde die Freundschaft künden, können es nicht die echten gewesen sein.

Immer wieder heisst es Ängste und Zweifel loszulassen, schon das alleine Reisen hat seine Herausforderungen, sich mit sich selbst zu beschäftigen, nicht ablenken, sich den Gefühlen und Gedanken stellen. Nicht immer ist alles einfach und manchmal wärs schön, am Abend mit jemanden zu plaudern und den Tag Revue passieren lassen. Und dennoch hat es seinen Reiz und grosse Freiheit, weil du wirklich das machen kannst, was DU möchtest. Du gestaltest den Tag ganz nach deinen Bedürfnissen, stehst auf wanns dir passt (ausser du wirst geweckt ;-) ) und gehst den Tag in deinem Rhythmus. 

Ich brauchte eine Weile, bis ich mich nicht mehr ständig ablenken wollte. Einfach nur irgendwo eine Weile sitzen und geniessen. Es ist komisch, dass ich das erst wieder lernen muss.

 


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